Ableitung des Fundaments für KoBeSu

Das Theoretische Fundament für die Kollegiale Beratung und Supervision wird abgeleitet aus:

  • dem Forschungsprogramm Subjektive Theorien,
  • der Humanistischen Psychologie
    mit den Vertretern 
    Carl Rogers (Klientenzentrierte Gesprächsführung),
    Ruth Cohn (Regeln für erfolgreiche Gruppenarbeit)
    und 

    Thomas Gordon (Schüler von Rogers: günstige Kommunikation, Konfliktregelung). 
    Weiterer Hintergrund für das KoBeSu Modell ist die
  • Kommunikationspsychologie
    mit ihren Vertretern Watzlawik und Schulz von Thun

Veränderung Subjektiver Theorien

Ziel der „Kollegialen Beratung und Supervision“ (KoBeSu) ist die Veränderung der Subjektiven Theorien. Für die Veränderung der Subjektiven Theorien werden die gleichen drei Grundmodelle angenommen, nach denen sich wissenschaftliche Theorien verändern:

  • kummulativ 
    Das Wissen vermehrt sich. Informationen erweitern das eigene Wissen.
  • revolutionär 
    Prämissen, also Kernannahmen, werden völlig ausgetauscht. Dies bedeutet eine radikale Neuinterpretation und den Bruch mit Bisherigem.  Beispielsweise ist die Erde keine Scheibe sondern Kugel. So folgt als neue Sichtweise: Die Sonne geht nicht vor der „Erdscheibe“auf und unter, sondern die Erde dreht sich um sich selbst, so erscheint es nur, daß die Sonne auf und unter geht. 
  • evolutionär 
    Die Grundannahmen bleiben. Aus Teiltheorien wird sinnvolles gefiltert. So sind evolutionäre Veränderungen ein Mittelding zwischen kummulativ und revolutionär. Bei gleicher Basis kommt eine neue Theorie zustande. Hierdurch kann sich das Stärkere durchsetzen. z.B.: Heilung von Magengeschwüren: Eine neue Theorie führt zu besserer Operationstechnik und damit zu verbesserter Heilung.

Ebenso wie „wissenschaftliche Theorien“ sich nach den drei dargestellten Modellen entwickeln, so gelten auch für die Veränderung von Subjektiven Theorien diese drei Modelle im Sinne einer Parallelitätsannahme, was bedeutet: 

  • kummulative Veränderung: 
    Wissensanhäufung ist leicht möglich durch Belehrung. In der Kollegialen Beratung und Supervision erfolgt kummulative Veränderung durch Fortbildung. 
  • evolutionäre Veränderung: 
    Einstellungen (Haltungen und Sichtweisen) zu verändern ist auf jeden Fall schwerer, als Subjektive Theorien kummulativ zu verändern. Bei der evolutionären Veränderung Subjektiver Theorien liegt der Schwerpunkt des Beratungsmodells KoBeSu. 
  • revolutionäre Veränderung: 
    Vor der Änderung von Kernannahmen ist es notwendig, daß ein neues Paradigma vorhanden ist. Dann kann ein Mensch erst seine Kernannahmen ändern bzw. wechseln. Dies geschieht vorwiegend in der – regressiven – Therapie, bei schweren Krisen, Lebensbrüchen bzw. persönlichen Katastophen. Die revolutionäre Veränderung erfolgt nicht in der Kollegialen Beratung und Supervision.

Das KoBeSu Modell hilft den ratsuchenden Personen in ihrer Entwicklung zu mehr Rationalität, Reflexivität, Autonomie und Kommunikationsfähigkeit.

Das Forschungsprogramm Subjektive Theorien

Das Forschungsprogramm Subjektive Theorien (FST) erklärt für die Kollegiale Beratung und Supervision, wie Einstellungen und Sichtweisen beim Menschen entstehen und sich verändern. Das FST arbeitet auf der Grundlage des humanistischen Menschenbildes, der „Pychologie des reflexiven Subjekts“. Das FST besteht aus einem Gesprächskreis von Psychologen, die auf Einladung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Stiftung Volkswagenwerk zusammen kommen. Alle Psychologen arbeiten auf dem Gebiet der Alltagstheorien, sie wollen also mehr über die inneren Vorstellungen von Menschen herausfinden.

 

Im Forschungsprogramm Subjektive Theorien wird der Mensch angesehen als Forscher bzw. Wissenschaftler. Der Mensch entwickelt seine eigenen, individuellen, eben „Subjektiven Theorien“ weiter. Wie ein Wissenschaftler teilt der Alltagsmensch seine Ansichten, Fragen, Hoffnungen anderen Menschen mit (Kommunikation). Austausch, Anteilnahme und Skepsis helfen, die Subjektiven Theorien weiter zu entwickeln.

 

Anthropologische Kernannahmen – das Menschenbild

Für die Kollegiale Beratung und Supervision ist die „Psychologie des reflexiven Subjekts“ innerhalb der Humanistischen Psychologie grundlegend.

Demnach ist der Mensch ein Wesen, ein Subjekt, das sich in seinem Handeln an Sinn und Bedeutung orientiert. Der Mensch ist bewußtseins- und erkenntnisfähig. Er kann diese Fähigkeiten auch auf sich selbst anwenden und sich auch von außen ansehen. So werden dem Menschen vier Grundfähigkeiten zugeordnet:

  1. Der Mensch kann mit anderen Menschen reden. 
    Potential zur Kommunikation
    Ein günstiger Kommunikationskreislauf entsteht durch durch Aussage, Zuhören und Reaktion. 
  2. Der Mensch kann Stimmigkeit zwischen seinem Handeln, Denken und Fühlen herstellen. 
    Potential zur Rationalität
  3. Der Mensch handelt nach seinen inneren (Wert-) Vorstellungen von Sinn und Bedeutung autonom. Der Mensch handelt nicht irgendwie, sondern entwickelt Hypothesen und orientiert sich an seinen Wertvorstellungen. 
    Potential zur Autonomie
  4. Der Mensch kann über sich selbst nachdenken, Rückschau halten und sich aus der Distanz betrachten. 
    Potential zur Reflexivität

Wie der Mensch sich weiterentwickeln kann in diesen 4 Potentialen beschreibt das Forschungsprogramm Subjektive Theorien.

Grenze zur Therapie

Gegenstand der Supervison sind vor allem die Auseinandersetzung mit beruflichen Anforderungen und ihre Verflechtung mit privaten Anteilen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Klärung der beruflichen Fragestellungen. 

In der Therapie geht es mehr um persönliche Fragestellungen, Ängste und Depressionen, Brüche im Leben, schwere Krisen etc. die bearbeitet werden. Natürlich können aus dieser Perspektive auch berufliche Fragestellungen eine Rolle spielen. Der Fokus ist in der Therapie stärker auf die Persönlichkeit ausgerichtet. 

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) bietet einen kostenlosen Informationsdienst an, der ein Behandlungsangebot in räumlicher Nähe nennen kann:

  • PID (Patienteninformationsdienst) Heisbachstrasse 22
    53123 Bonn
    Tel.: 0228/746699
  • Für dringende Anliegen ist die Telefonselsorge rund um die Uhr bundeseinheitlich erreichbar unter: Tel.: 0800/1110111 oder  Tel.: 0800/1110222

Was ist Kollegiale Supervision (KoBeSu)?

Unter „Kollegialer Supervision“ ist zu verstehen, dass es zwischen dem Supervisor und der / den ratsuchenden Person/en keine hirarchischen Verhältnisse gibt. 

Der Supervisor ist auch nicht „allwissend“ oder hat gar aus seiner Perspektive Erklärungen und Problemlösungen parat. 

Der Supervisor ist verantwortlich für das Verfahren, nicht für den Erfolg. Dahinter steckt die Vorstellung, nicht die Probleme der Ratsuchenden lösen zu wollen, sondern einen Rahmen zur Verfügung zu stellen, in dem eine Selbstklärung erfolgen kann.

KoBeSu ist ein Selbsthilfemodell der Supervision für pädagogische Berufe, entwickelt vom Oldenburger Hochschullehrer Jörg Schlee in den 80er Jahren. Vorstellbar als Gesprächskreis aus 4 – 6 Personen, die sich regelmäßig treffen, um vorwiegend berufliche Fälle zu besprechen. Dies können Themen sein wie: Ärger, Ohnmacht, Umgang mit schwierigen Schülern … .

Eine „Ratsuchende Person“ aus diesem Gesprächskreis berichtet von ihrem Anliegen. Die anderen Gruppenmitglieder unterstützen den Klärungsprozess mit festen Regeln und Prozeduren. KoBeSu orientiert sich am Menschenbild des Forschungsprogramms Subjektive Theorien, der humanistischen Psychologie nach Carl Rogers und Ruth Cohn, sowie den Kommunikationspsychologen Watzlawik und Schulz von Thun.

In KoBeSu werden der Ratsuchenden Person weder Ratschläge / Empfehlungen gegeben noch Tröstungen / Aufmunterungen ausgesprochen. Die Ratsuchende Person wird mit ihrem Problem sehr ernst genommen und es wird ihr zugetraut eine Lösung zu finden. Dies erfolgt einerseits durch verständnisvolles Zuhören in der ersten Phase und behutsamer Konfrontation in der zweiten Beratungsphase.

Nach einer Einführung in Gesprächsregeln, Prozeduren und in das Verfahren können Gruppen KoBeSu selbstständig ohne Experten von außen durchführen.

Beziehung zwischen Supervisor und Supervisant

Die ratsuchende Person, der Supervisant steht nicht in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Supervisor, sondern ist uneingeschränkt selbstbestimmt. 

Auch wenn berufliche Fragen zu persönlichen Themen führen, dann kann der Supervisant sicher sein, daß er nicht als Versager, Unzulänglicher, oder Patient empfinden muß. Die Erlebnisse am Arbeitsplatz werden aus der Distanz betrachtet. Äußere, wie innere Gegebenheiten sind Reflexionsgegenstand. 

Erkenntnisse dieser Art können mit Erschrecken oder Trauer begleitet sein, aber auch lachen und schmunzeln sind Bestandteil. Starke Emotionen werden immer in Verständnis, Behutsamkeit und Rücksicht eingebettet.

Das Verfahren der Kollegialen Beratung und Supervision

1. Sitzungsablauf KoBeSu kurz skizziert:
– Klärung: Wer ist heute ratsuchende Person?

– Phase 1: Sicherheit und Vertrauen (ca. 45 Minuten)
Die Ratsuchende Person berichtet von ihrem Anliegen. Die Beratergruppe hört aktiv zu und unterstützt damit den Klärungsprozess der Ratsuchenden Person, die hierdurch ihre Sichtweisen aussprechen kann und so einer möglichen Veränderung zugänglich macht.

– Pause: (ca.15 – 30 Minuten)
In der Pause wird Abstand genommen vom Problem der Ratsuchenden Person. Die Pause dient dem informellen Austausch der Gruppenmitglieder in einer angenehmen Atmosphäre.

– Phase 2: Skepsis und Konfrontation (ca. 35 Minuten)
Die Beratergruppe wählt aus etwa 20 Konfrontationsmethoden vier bis sechs Methoden aus und schlägt diese nacheinander der Ratsuchenden Person vor. Nur bei Zustimmung der Ratsuchenden Person wird konfrontiert.
Die ausgewählten Konfrontationsmethoden ermöglichen zugeschnitten auf das Problem der ratsuchenden Person ggf. einen Perspektivwechsel, einen Sortiervorgang oder die Auseinandersetzung mit Außensichten.

– Abschlussblitzlicht

2. Sitzungsablauf KoBeSu ausführlicher vorgestellt:

Das Verfahren der Kollegialen Beratung und Supervision besteht aus meist zwei, in wenigen Fällen auch drei Phasen:

  1. Phase: Sicherheit und Vertrauen 
    (Explikation der Subjektiven Theorien)
  2. Phase: Skepsis und Konfrontation 
    (Modifikation der Subjektiven Theorien)
  3. Phase: Entwicklung von Handlungsalternativen 
    (Evaluation und Sicherung der Subjektiven Theorien)

Erste Phase „Sicherheit und Vertrauen“
In der ersten Phase, der Phase „Sicherheit und Vertrauen“ geht es darum, dass die ratsuchende Person ihre persönlichen Sichtweisen der Dinge, der Problemlagen die sie bewegt ausspricht. Die ratsuchende Person berichtet also, während die Gruppenteilnehmer zuhören.

Nun berichtet die ratsuchende Person nicht nur einfach monologisch in den Raum hinein, sondern die Gruppenteilnehmer versuchen durch AKTIVES, anteilnehmendes Zuhören, den Klärungsprozess der ratsuchenden Person zu unterstützen. Für die ratsuchende Person bedeutet dieses Vorgehen, dass die ausgesprochenen Sichtweisen und Einstellungen, also ihre SUBJEKTIVEN THEORIEN einer Bearbeitung zugänglich gemacht werden. Die Subjektiven Theorien werden dargelegt, sie werden in ihren Bezügen und Strukturen (der ratsuchenden Person) deutlich.

Das aktive und anteilnehmende Zuhören der Gruppenmitglieder leistet hier entsprechenden Vorschub bei der Klärungsarbeit. Aktives und anteilnehmendes Zuhören der Gruppenmitglieder bedeutet, dass die Gruppenmitglieder drei Dinge tun, um möglichst gut zu verstehen, was die ratsuchende Person ausdrücken will:

  • Durch nonverbale Signale, einer zugewandten Körperhaltung und Blickkontakt zeigen die Gruppenmitglieder, dass sie zuhören. 
  • Durch inhaltliche Zusammenfassungen und Strukturierungen machen die Gruppenmitglieder transparent, wie sie die Sachzusammenhänge verstanden haben.
  • Durch emotionale Rückmeldungen geben die Gruppenmitglieder zu verstehen, welche Gefühle, Wünsche und Hoffnungen sie bei der ratsuchenden Person vermuten.

Durch die nonverbalen Signale, paraphrasierende Zusammenfassungen des Inhalts und emotionale Rückmeldungen der Gruppenmitglieder fühlt sich die ratsuchende Person angenommen und traut sich, weiter von ihren Anliegen zu berichten.

Nach etwa einer Stunde hat die ratsuchende Person von ihrem Anliegen vollständig berichtet. Es folgt eine Pause von etwa einer halben Stunde, bevor die zweite Phase beginnt.
Zweite Phase: Skepsis und Konfrontation
Während das Ziel der ersten Phase darin besteht, dass die ratsuchende Person ihre subjektiven Sichtweisen darlegen – explizieren – kann, besteht das Ziel der zweiten Phase darin, der ratsuchenden Person Skepsis entgegenzubringen und sie zu konfrontieren. Damit soll die ratsuchende Person die Möglichkeit erhalten, ihre Subjektiven Theorien zu überprüfen und ggf. zu (ver)ändern. Damit die Konfrontationselemente auf der Sachebene bei der ratsuchenden Person ankommen und auf der Beziehungsebene ein sorgsamer Umgang gepflegt wird, erfolgt die Phase der „Skepsis und Konfrontation“ sehr stark ritualisiert:

Vor Beginn der zweiten Phase fragt der Moderator der jeweiligen Sitzung, ob die ratsuchende Person noch etwas zu berichten hat, was sie in der ersten Phase vergessen hat. Ist das nicht der Fall, schlägt der Moderator den Eintritt in die Phase der „Skepsis und Konfrontation“ vor. Da die ratsuchende Person immer, also auch jetzt selbstbestimmt handelt, muss sie der zweiten Phase zustimmen.

Der Moderator berät sich mit der Gruppe, welche Konfrontationsmethode der ratsuchenden Person vorgeschlagen werden soll und schlägt der ratsuchenden Person diese Methode vor. Auch hier hat die ratsuchende Person die Möglichkeit, die vorgeschlagene Konfrontationsmethode abzulehnen.

Wenn beispielsweise die ratsuchende Person mit der Methode „auftauchende Bilder und Assoziationen“ einverstanden ist, berichten die Gruppenmitglieder reihum von ihren Bildern und Assoziationen während der ersten Phase. 
Folgt dann beispielsweise die Methode „Behalten und Loslassen“, wird die ratsuchende Person reihum die Frage gestellt: 
„Was möchtest Du von deinem Problem behalten und was möchtest du los werden?“ 
Mit dieser Fragestellung wird die Ambivalenz von Problemen behandelt.

Beide hier aufgeführten Konfrontationsmethoden und auch alle weiteren müssen sich konkret aus dem Zusammenhang der Problemlage der ersten Phase ergeben. Sie haben hier lediglich Beispielcharakter und keine grundlegende Verfahrensbedeutung.

Durch diese Bearbeitung in einer Sitzung erfährt die ratsuchende Person sowohl Verständnis als auch skeptische Sichtweisen zur geäußerten Problemlage, was letztlich zur Modifikation der eigenen Sichtweisen mit beiträgt.

Dritte Phase: Entwicklung von Handlungsalternativen
In der dritten Phase wird eher selten gearbeitet. Sie ist nur dann sinnvoll, wenn eine GruppenteilnehmerIn ihre neuen Handlungspläne im geschützten Raum der Supervisionsgruppe statt im Alltag überprüfen möchte.

Anmerkungen
Dargestellt wurde hier skizzenhaft der Ablauf einer möglichen Supervisionssitzung.
Vielleicht werden Sie beim Lesen des Textes überrascht sein, dass die Supervisonsgruppe keine Tipps gibt, oder Lösungsvorschläge unterbreitet. Im Konzept des Beratungs- und Supervisionsmodells würde dies ein Eingehen auf die Subjektiven Theorien der ratsuchenden Person bedeuten, was die angestrebte Veränderung der Subjektiven Theorien behindern würde. Daher gibt es auch kein Trösten oder Ergründen und Erklären von Problemen, Schwierigkeiten und Konflikten.

Was ist Supervision?

In vielen Köpfen wird der Begriff „Supervision“ als Aufsicht und Kontrolle verstanden. Damit sind Befürchtungen verbunden, dass die Persönlichkeit auseinandergenommen, bloßgestellt und analysiert wird. Dies geschieht vorwiegend vor dem Hintergrund, daß der Begriff „Supervision“ aus der frühen Sozialarbeit stammt. Damals war tatsächlich Kontrolle gemeint: Der Supervisor kontrollierte die Ehrenamtlichen in der Sozialarbeit.

Heute ist Supervision eine Sonderform von Beratung im beruflichen Bereich und wird als permanente, berufsbegleitende Weiterbildung verstanden.

Vorsicht bei der Auswahl eines Supervisors / Supervisionsverfahrens:
Supervisor / Supervison ist kein geschützter Begriff. Jeder darf sich so nennen!

  • Sind die Ziele der Supervision(ssitzung) klar?
  • Ist der Theoriehintergrund verständlich und das Menschenbild akzeptabel?
  • Ist das Arbeitsverfahren transparent für alle Beteiligten?
  • Wird behutsam mit der ratsuchenden Person und ihrem Anliegen umgegangen?
  • Wie wird die psychische Sicherheit der ratsuchenden Person gewährleistet?
  • Ist die Verschwiegenheit über die Anliegen der ratsuchenden Person gesichert?
  • Ist die Teilnahme freiwillig?
  • Ist das Honorar für einen Supervisor (ca. 150 EUR je Doppelstunde) angemessen?
  • Gibt es eine (kostenlose) „Probestunde“?
  • Kann der Zeitaufwand geleistet werden? Welche Kündigungsmöglichkeiten gibt es?
  • Können Sie sich vorstellen, der Gruppe etwas Sie Belastendes mitzuteilen?
  • Kommen Sie mit der Person des Supervisors klar?
  • Stehen erwachsenengerechte Arbeitsräume außerhalb der Schule zur Verfügung?

Ziele von Supervision

  • Berufsalltag aus der Distanz reflektieren
  • Berufsbelastungen besser bewältigen
  • in Problemsituationen auf Anteilnahme und Verständnis stoßen
  • bei Erschöpfung und beruflicher Unzufriedenheit neue Zuversicht gewinnen
  • Konflikten und Frontenbildung vorbeugen
  • eigene Professionalität stärken
  • neue Handlungsmöglichkeiten für schwierige Situationen entwickeln
  • Arbeitsklima verbessern
  • Strukturen und Organisationsformen ändern